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Standortplanung

Bei der Standortsuche eines Unternehmens wird schnell offenbar, wie elementar wichtig regionale Faktoren sind. Kunden, Zielgruppen, Zulieferwege oder -betriebe, aber auch Kaufkraft und Kauflust sind keineswegs gleichmäßig über das Marktgebiet verteilt.

Je nachdem, in welcher Phase der Markterschließung sich das Unternehmen beziehungsweise in welcher Marktphase sich die spezifische Branche befindet, rücken unterschiedliche Faktoren in den Vordergrund. Wichtig ist jedoch immer der Zugang zu umfangreichen, zuverlässigen und aktuellen Informationen zu jedem Standort.

Über Kassenbefragungen an bestehenden Standorten oder andere Methoden kann ein Unternehmen intern ein möglichst genaues Kundenprofil und ein Benchmark erstellen, um so detaillierte strategische Ziele oder Umsatzziele zu formulieren.

Anhand dieser internen Zieldefinition kann in einem Abgleich mit externen Marktdaten ein entsprechender Standort gesucht werden, der die Vorgaben bezüglich Zielgruppe und Rahmenbedingungen erfüllt und die Chance auf das Erreichen der Umsatzziele bietet. Regionale Marktdaten sind europaweit für alle wichtigen Standorte und Märkte verfügbar, eine Betrachtung ist also sowohl von Standort- als auch von Gesamtmarktseite möglich.

Aufgrund der komplexen Wirkungszusammenhänge ist allerdings in vielen Fällen eine tiefer gehende Standort- und Potenzialanalyse sinnvoll, um die Nachhaltigkeit eines Standortes bewerten zu können.

Denn weitere Faktoren, die oft nur vor Ort und von absoluten Einzelhandelsexperten zu beurteilen sind, wie die Qualität der Lage und der Infrastruktur, der Entwicklungspotenziale des Standortes und der Einfluss möglicher Projekte im Umfeld, sind dabei zu berücksichtigen. Ebenso die internationale Branchenentwicklung, der Entwicklungsstand des spezifischen Marktes, Trends und gesetzliche Rahmenbedingungen. Insofern sind Expertenrat und -gutachten, gerade bei der Erschließung neuer Länder, Märkte oder Gebiete, ein unverzichtbarer Erfolgsbaustein für eine fundierte Standortentscheidung.

Branchenunabhängige und neutrale Einzelhandels- und Immobilien-Experten begleiten Standortvorhaben von der Bereitstellung flächendeckender Marktdaten bis zur Bewertung der Einzelhandelssituation, der spezifischen Analyse von Mikrostandorten und der Abgrenzung individueller Einzugsbereiche. Aber auch bei der unabhängigen Beurteilung möglicher qualitativer wie quantitativer Auswirkungen eines Planvorhabens können Unternehmen auf die branchenübergreifende, langjährige und internationale Erfahrung der Gutachter bauen.

Bei der Standortentscheidung ist ein ganzes Bündel an Faktoren zu berücksichtigen. Im Groben können drei Ansatzpunkte unterschieden werden:

1. Standortanalyse: Bei der generellen Standortanalyse wird der Fokus auf konkrete mögliche Standorte oder gar Filialen gerichtet. Einzelhandelsfilialen sind nur dann erfolgreich, wenn die Kundenfrequenz stimmt, also Hunderte, ja Tausende von Kunden sie täglich aufsuchen.
Dabei macht unter anderem die spezifische Mischung aus Wohnortnähe, Anziehungskraft des Standortes, räumlicher und strategischer Erreichbarkeit, Wettbewerbsumfeld und soziodemografischem Kundenprofil die Qualität eines Standortes aus.
Der „richtige“ Standort ergibt sich somit nur aus dem Zusammenspiel zwischen allgemeinen Rahmenbedingungen sowie der detaillierten Mikro-Standortanalyse und zwar stets bezogen auf die spezifischen Ansprüche des Unternehmens.

2. Filialnetzoptimierung: Ziel einer Filialnetzoptimierung ist es unter anderem, etwaige Lücken in der Kundenerreichbarkeit zu schließen, an besseren Standorten als die Konkurrenz vertreten zu sein, den Marktanteil in einer bestimmten Region zu steigern, etc.
Wichtig ist dabei immer eine ausführliche Analyse der möglichen Standorte in einem definierten Zielmarkt. So kann ausgehend von den Rahmenbedingungen eine optimale Netzstrategie entwickelt werden, um sich am Zielmarkt erfolgreich und nachhaltig zu etablieren.

3. Wirkungsanalyse: Da es in vielen Ländern Europas sehr restriktive Genehmigungsverfahren für großflächige Einzelhandelsprojekte gibt, sind im Vorfeld oft vielfältige behördliche Auflagen zu berücksichtigen. Im Mittelpunkt steht dabei zumeist die Beurteilung möglicher Auswirkungen, etwa auf Innenstädte, Versorgungsbereiche oder das am Standort bereits vorhandene Angebot. Auch vor dem Hintergrund der spezifischen Rechtsgrundlagen, wie unter anderem dem BauGB, der Baunutzungsverordnung oder den zahlreichen Verordnungen und Vorschriften hilft im Findungs- und Abstimmungsprozess zwischen Kommunen, Projektentwickler und Öffentlichkeit eine neutrale, wissenschaftlich-fundierte Analyse. Einzelhandelsexperten wie die Standort- und Immobilienforschungs-Berater von GfK GeoMarketing bieten in jeder Phase unabhängigen und wertvollen Rat.