Anzeigen, Prospektmaterial, Messen oder Mailings kosten viel Geld. Der Marketingleiter steht also unter permanentem Druck, den finanziellen Aufwand zu rechtfertigen. Jedoch sind in kaum einem anderen Unternehmensbereich Erfolge so schwer messbar wie im Marketing.
Natürlich führt eine Zeitungsbeilage oder ein Mailing in aller Regel zu einer messbar erhöhten Response. Doch es bleibt die Frage, ob diese Response hoch genug war und ob nicht mit denselben Mitteln noch mehr Kunden hätten erreicht werden können.
Eine scheinbar triviale Frage:
Wie groß ist die Grundgesamtheit aller potenziellen Kunden?
Ein Beispiel: Ein großes Möbelhaus in Westfalen möchte den eigenen Bekanntheitsgrad in der Region durch Zeitungsanzeigen oder Postwurfsendungen erhöhen. Durch Kassenbefragungen ist bekannt, dass Kunden maximal eine Autostunde für die Anfahrt in Kauf nehmen. Daraus ergibt sich die scheinbar triviale Frage, wie viele Haushalte es insgesamt in einem 60-Minuten-Einzugsgebiet gibt, wie groß also die maximal erreichbare Zielgruppe ist. Diese Frage lässt sich ohne ein GeoMarketing-System nicht beantworten, mit aber sehr leicht.
Mit wenigen Mausklicks erzeugt man beispielsweise Fahrtzeitzonen. Für diese Zonen lassen sich ganz einfach Einwohnerzahlen, Haushalte und nach demselben Prinzip viele weitere Daten zusammenfassen. Erst anhand dieser Zahl als „Grundgesamtheit“ sind realistische Annahmen über die eigene Zielgruppe, Wachstumspotenzial oder das Budget für die geplante Aktion möglich. Dabei erschöpft sich der Nutzen nicht nur in den reinen Zahlen. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich auch anschaulich in digitalen Landkarten darstellen. Zusammen mit der Geschäftsführung und anderen Beteiligten können besonders geeignete Regionen mit einem überdurchschnittlich hohen Zielgruppenanteil identifiziert werden.
Die Karte als Verständigungsmedium zwischen Geschäftsführung, Vertrieb und Marketing
Das Zauberwort heißt auch hier wie so oft „Transparenz“. Die Marketingabteilung muss sich nicht mit nebulösen Vermutungen über den Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne rechtfertigen. In einer Kartendarstellung wird sofort deutlich, wenn die höchste Responsequote eines Mailings aus Ortsteilen kommt, in denen beispielsweise die mittleren Einkommensgruppen dominieren.
Angenommen in einem Einzugsgebiet von insgesamt 2,5 Millionen Haushalten ist eine Postwurfsendung mit einer Auflagenstärke von 500.000 geplant. Als Zielgruppe können nun unter allen Ortsteilen nur diejenigen selektiert werden, die diesem Profil – mittlere Einkommensgruppe – entsprechen. Und durch die Möglichkeit der Visualisierung ist jederzeit die enge Abstimmung mit der Geschäftsführung möglich.
Aha-Effekt statt bloßem Bauchgefühl
Für die Marketingleitung des erwähnten Möbelhauses heißt das:
Die Abschätzung einer konkreten Zahl gibt Planungssicherheit, macht auf noch nicht ausgeschöpfte Potenziale aufmerksam und korrigiert aber auch unrealistische Vorstellungen.
Gemeinsam können Chancen und Risiken wie beispielsweise die Wettbewerberstandorte visualisiert werden. Erst so wird einsichtig, warum aus einigen Bereichen wenige Kunden kommen, während man sich in anderen in einer führenden Position sieht. Schließlich leiten sich daraus messbare Handlungsoptionen ab: Da jeder Marketingetat begrenzt ist, ist eine Konzentration auf einzelne Regionen sinnvoll. Wenn mit dem gleichen Aufwand die Responsequote von einem auf anderthalb Promille steigt, bedeutet dies auch anderthalb mal so viel Erfolg je investiertem Marketingeuro!
GeoMarketing unterstützt Zielgruppenlokalisierung und Erfolgsmessung
GeoMarketing ist ein hocheffizientes Werkzeug für ein zielgenaues Marketing. Es unterstützt das Marketing auf allen Ebenen, sowohl bei der strategischen Vorbereitung einer Kampagne, als auch bei der Responsemessung. Und nicht zuletzt bietet GeoMarketing auch ein ideales Kommunikationsmedium innerhalb des Unternehmens zwischen Geschäftsführung, Vertrieb und Marketing.